Mittwoch, 14. Dezember 2011

Me-Made-Mittwoch 14.12.2011

Diesmal hab ich doch mal was Neues zu zeigen. Derletzt hatte ich meine Orangephase und neben diversen Buchhüllen und Beutelchen als Geschenke sowie der Verlängerung der Ärmel der heißgeliebten Fleecejacke des großen Trollmädchens entstand dieser Cordrock nach meinem recht oft genutzten Ottobreschnitt. Nicht zu sehen sind die Taschen, die ich diesmal eingenäht habe. Beim nächsten Foto ... versprochen.



Ob ich das Shirt schon einmal gezeigt habe, weiß ich gar nicht. Es ist eins aus meiner Standardgarderobe aus Jersey vom Stoffmarkt, schon vor längerer Zeit mal erfolgreich erwühlt.

Was die anderen heute zeigen, sehr Ihr wie immer bei Catherine.

Und ich eile jetzt schnell an meinen Zuschneidetisch ... meine beiden Trolle sollen auch wieder was selbstgenähtes unter dem Weihnachtsbaum finden.

Dienstag, 13. Dezember 2011

Weihnachtskleid Sew Along Teil 4

Hm ... ich muss zugeben, ich hab zwar einiges gemacht in den letzten 2 Wochen, aber so richtig gut vorwärts bin ich nicht gekommen.

Da waren Plätzchen zu backen, diverse Aufräumaktionen dran, 48 kleine Säckchen zu füllen, Trollkinder mit kleinen großen Sorgen zu trösten und doch an das eine oder andere Weihnachtsgeschenk zu denken. Und wenn dann mal Zeit war, hab ich am Probekleid gesessen.

Kleiner Rückblick: Ich habe aus zwei Schnitten für ein Etuikleid einen gebastelt. Da mir der Wollstoff zu wertvoll ist, um als TfT zu landen, ich aber in der Regel zu faul bin für später nutzlose Probekleider, hab ich ein Probekleid aus Jeans zugeschnitten. Obwohl der obere Teil nach einem bisher recht gut sitzemdem Kleid genäht war, habe ich merken müssen, wie unterschiedlich doch die gleichen Abnäher bei anderen Stoffen sitzen. Nicht nur einmal hab ich sie versetzt (vielleicht hat die Schwerkraft inzwischen auch ihren Anteil daran gehabt), wieder aufgetrennt, aus der geraden Naht einen leichten Bogen gemacht, den Abnäher noch ein wenig spitzer zulaufen lassen zur Brust hin. Es war alles andere als leicht, bei größerer Oberweite aus etwas festerem Stoff keine Tütenform werden zu lassen.

Als die Abnäher endlich an der richtigen Stelle zu sein schienen, kam mir das Vorderteil etwas trist vor. Schließlich soll es ja auch ein tragbares Kleid werden. So bekam das Kleid vorn einen lange Reißverschluss eingesetzt, so lange die Seitennähte noch offen waren. Dafür fiel der verdeckte Reißverschluss im Rücken weg. Jetzt ist das Kleid gerade rundherum geschlossen und ich bin derzeit mit der Passform zufrieden.

Aber nur derzeit ... und an diesem Wort "derzeit" hängt es. Die Trolljente hat derzeit Maße, die nicht langfristig ihre Maße sind. Und ein gefüttertes Kleid aus Wollstoff lässt sich nun wahrlich nicht so leicht enger nähen. Dazu kommt, dass ich dieses Kleid selber zum Fest gar nicht anziehen will, es wäre mein Geschnek an mich selbst geworden. So habe ich beschlossen, dass ich mich vorerst eher auf das Jeanskleid konzentriere und meine Zeit in dessen Gestaltung stecke, da ne Applikation, da ne Ziernaht ... eben alles etwas flotter gestalten. Und im Januar ist meine vorgezogene Fastenzeit, danach kann ich das ungefütterte Jeanskleid enger nähen und dann ist das Kleid aus dem Wollstoff dran, der Winter wird dann wohl noch nicht vorbei sein.

Dafür kann ich jetzt noch beruhigt und mit weniger Druck weiter Plätzchen baclen und kosten und naschen ...

Und wer alles fleißiger war als ich, das seht Ihr hier bei Catherine.

Freitag, 2. Dezember 2011

Resteverwertung alle Jahre wieder

Aus alt mach anders...

... heißt doch eine Rubrik unter Nähbloggerinnen, auch wenn ich nicht weiß, wer sie initiiert und wann dazu gepostet wird. Ich fand es heute passend, auch wenn unser Kalender nicht erst das erste Mal gefüllt wurde.

Es war einmal eine große Kiste mit getragenen, aber doch entweder zu sehr abgewetzten oder zu klein oder zu eng oder zu weit gewordenen Cordhosen, darin auch der Jugendweiheanzug des Vaters meiner Kinder, Röcke aus meiner frühen Jugendzeit ... eben lauter Teile, an denen für eine Hobbyschneiderin noch verwertbare Stellen waren. So einige Umzüge hat diese Kiste auch schon mitgemacht, es war nie Zeit, sie richtig auszusortieren.





Und als dann die ersten Kinderhosen reif für diese Kiste gewesen wären, wurde es höchste Zeit, darin mal wieder Platz zu schaffen.

Alle warmen Farben durften sich auf dem Nähtisch aufreihen, passend dazu noch ein paar gemusterte Baumwollstoffreste, die ich auf den Cord steppte. Einmal mit der Overlock über den oberen Rand, beim Zusammennähen eine Cordel mit eingefasst und fertig waren 24 Säckchen.




Vier Jahre später dann das gleiche noch einmal, auch das kleine Trollkind wollte jeden Tag ein Säckchen öffnen.

Zahlen kannte er noch nicht, die wurden einfach weggelassen. Geöffnet oder besser abgepflückt wird jeden Tag einmal von unten nach oben und wer am Mittag nicht mehr weiß, ob er am Morgen schon genascht hat, muss eben die restlichen Säckchen abzählen.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Da wir keinen Platz haben, eine Leine in der Wohnung zu spannen, fässt die Trolljente beim Zubinden der Säckchen einfach einen Tampen mit und der hängt über der Tür. Jedes Kind hat dann seine Seite, die rechte hat leider nicht mehr mit auf's Bild gepasst, unser Flur ist für solche Fotos zu schmal.

Mittwoch, 30. November 2011

Me-Made-Mittwoch 30.11.2011

Hallo Ihr Lieben,

diesmal hab ich rechtzeitg dran gedacht und mich am Vorabend vom Tochterkind mit dem Mittwochsoutfit fotografieren lassen. Spiegelbilder mit Blitzlicht sind ja nun wahrlich nicht geeignet zum Bloggen.

Trotzdem nur kurz. Den Rock kennt Ihr ja schon. Und da weinrot nicht zu meinen Standardfarben gehört, hab ich auf dem Stoffmarkt in Hamburg im Oktober reichlich bei weiß-grau-schwarzen Stoffen zugeschlagen. Und das ist aus einem davon geworden:


Ich fand den Druck so toll, aber für das komplette Shirt war er mir doch zu unruhig. Da sind die schwarzen Ärmel doch besser. Besser sieht das Shirt bestimmt noch zu einem grauen Jeansrock aus, aber bevor der genäht wird, ist erst noch das Weihnachtskleid dran.

Und den Link zu Catherine und den anderen gibt es hier.

Montag, 28. November 2011

Weihnachtskleid Sew Along Teil 3 ...

... sieht heute etwas mager aus bei mir. So richtig vorwärts bin ich nicht gekommen. Da bremsten neben der üblichen Zeitknappheit gleich 3 Dinge. Einmal das fehlende Tageslicht. Morgen war es gerade so hell, wenn wir aus dem Haus gingen und abends war es in der Wohnung schon düster, wenn wir nach Hause kamen. Mal ganz ehrlich, wie soll frau da aus dem Vorrat von vorsichtig ausgedrückt über 100 m Stoff einen aussuchen für das Probekleid? Schließlich gehöre ich ja zu den nicht so fleißigen Näherinnen, die Probekleider nicht aus Nessel oder alten Bettlaken nähen. So ein Probekleid sollte auf der einen Seite im Alltag auch tragbar sein, im Notfall aber immer noch ein Kleid für das Tochterkind werden können, wenn es doch schief gegangen ist.

Bremse Nummer zwei ... die leidigen Gewichtsschwankungen. Frau Trolljente neigt dazu, die fehlende Wärme der Sonne im Herbst mit wärmenden Zutaten auszugleichen. Nein, gemeint sind weniger dicke Kuschljacken und warme Schals, sondern so innerlich wärmende Dinge wie Kakao und Schokolade. Und wenn wir in der Evolution mal ganz weit zurückgehen, so wissen wir, dass so ein Körper im Herbst gern seine Reserven anlegt. Leider machen wir aber keinen Winterschlaf ohne Nahrungszufuhr, sondern genießen die Plätzchenzeit. In welcher Größe nähe ich nun mein Kleid?

Und daraus resultiert dann Bremse Nummer drei ... das Basteln des Schnittes. Auf Folie abgezeichnet sind die oberen Teile des schwarzen Kleides aus meinem Schrank. Dieser Schnitt ist in Gr. 46, damals gerade richtig für meine Oberweite, vor 2 Wochen passte das Kleid mit Ausnahme eines kleinen Keils, den ich in der Mitte oben rausnehmen müsste. Inzwischen habe ich das Kleid in einem Anflug von Übermut gewaschen, das Futter schaut aus dem Schlitz ... also ist der Oberstoff geschrumpft. Jetzt passt es wie angegossen ... bei 2 kg weniger auf der Waage. Leider fehlt mir nun die Vergleichsmöglichkeit mit dem Schnitt.



Hier liegt jetzt das Vorderteil übereinander, die äußerste rote Linie auf dem Schnittmusterbogen ist das Wahlkleid in Gr. 44. Die vorderer Mitte liegt so, dass der Keil am Auschnitt raus wäre, wenn ich mich an die vordere (rote) Mittellinie halte. Die Schulternaht sieht gut aus, der Abstand Schultern - Brustpunkt stimmt auch. Völlig richtig ist auch der Unterschied des Brustabnähers (in schwarz nur angedeutet). Und in der Taille trifft die schwarze 46 auf eine rote 40/42, das passt super. Also könnte ich hier beruhigt das schwarze Oberteil mit der Änderung an der vorderen Mitte übernehmen. Enger machen würde beim Probekleid dann problemlos möglich sein.

Aber hinten siehts ganz anders aus.


Die äußere schwarze Linie im Rücken ist die im Originalschnitt, die nächste etwas abgewinkelt die Linie, die sich beim Stecken des schwarzen Kleides ergeben hat, die sollte jetzt auf der roten rückwärtigen Mittellinie liegen. In der Taille komme ich bei Größe 42 raus, das passt auch wieder. Nur blockiert hat bis eben der Unterschied bei den Schultern. Bis eben, denn manchmal muss man Fragen erst äußern, bevor der Groschen dann selber klingelt ... da steckt der Unterschied der Brustabnähergröße drin. Jetzt decken sich zwar die Markierungen für die Taille außen noch nicht ganz, aber immerhin sind die Differenzen bei Vorder- und Rückenteil gleich.

Jetzt sind die Blockaden wohl gelöst und wenn am Mittwochabend die Weihnachtskalender fertig hängen, kann ich loslegen mit dem Probekleid.

Und wie es den anderen Weihnachtskleidnäherinnen so geht, könnt Ihr bei Catherine hier sehen.